Die Fundația JOYO – Sozialpädagogische Hilfe für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen wurde im Jahre 2002 von Rita und Jorg Ebbecke im Gedenken an ihren geliebten Sohn Joyo gegründet, der auf tragische Weise ums Leben kam. Ihr Wunsch war es, Kindern aus Familien mit schweren sozialen Problemen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, indem sie sie aktiv dabei unterstützen. Deren äußerst arme Eltern oder Großeltern können diese Aufgabe leider allzu. Oft nicht mehr einnehmen.

Probleme zu verhindern ist einfacher, als diese später zu beheben: Auf diesen einfachen Grundsatz konzentrierten sich die ersten Projekte der Stiftung, die Schulabbrüchen und dem Auseinanderbrechen von Familien zuvorkommen sollten. Dabei wurden arme Kinder bei der Sicherung ihres Existenzminimums unterstützt, während die Stiftung ihren Eltern bei der Suche nach einem angemessenen Arbeitsplatz zur Seite stand. Bald wurde jedoch klar: Die Sicherung von Lebens-Mindeststandards und die Beratung von Familien verringern zwar das Risiko von Schulabbruch und schweren Familienschicksalen – sie reichen jedoch nicht aus, um benachteiligte Kinde dauerhaft sozial gut zu integrieren.

Neben diesem Förder- und Hilfsprogramm für die gesamte Familie setzt die Stiftung daher bereits seit 2003 im Tageszentrum „Casa Florian“ ein tägliches Programm zur Beratung und pädagogischen Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher um. Die hier durchgeführten Aktivitäten sollen ihr Schulwissen festigen und das soziale Verhalten weiterentwickeln. Sie werden zum Lernen motiviert und erhalten Aufklärung darüber, warum gute Noten im Unterricht und ein regelmäßiger Schulbesuch so wichtig sind. Ihre Eltern werden in die Arbeit einbezogen und dazu ermuntert, bei Erziehungsproblemen nicht einfach aufzugeben.

Besondere Freizeitaktivitäten im Tageszentrum fördern die emotionale und ethische Entwicklung der Kinder: Spiele, Wettbewerbe, Basteln und Malen in der Kreativwerkstatt, Gesang- und Tanzgruppen, Gartenarbeit, Geburtstagsfeiern sowie gemeinsam begangene Feiertage. Bei Museums- und Ausstellungsbesuchen, Exkursionen und thematischen Ausflügen in einem Ferienlager lernen sie sich auch untereinander besser kennen, und auch wichtige soziale Fähigkeiten werden gefördert: Ihr Kommunikations-, Beziehungs- und Kooperationsvermögen bessern sich spürbar.

Schon in den ersten Jahren trafen unsere Fachkräfte in vielen benachteiligten Familien auf Kinder und Jugendliche, die die Schule bereits verlassen hatten und keine Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben mehr besaßen.

Für Kinder, die die Schule schon abgebrochen oder sogar noch nie besucht hatten, brachte die Stiftung daher 2006 ein Projekt auf den Weg, das sich auf deren (Re-)Integration in die Schulbildung konzentrierte.

Diese Kinder, bereits gekennzeichnet von Armut, Vernachlässigung oder Gleichgültigkeit der Eltern, haben schon Verschiedenstes kennengelernt: ein Leben auf der Straße, Schwarzarbeit oder schnelle, unerlaubte Geldgewinne Oft ist es nicht einfach, die wieder auf die rechte Bahn zu bringen.

Unterdessen bietet das Tageszentrum „Casa Florian“ Kindern und Jugendlichen, die wieder in die Schule integriert sind, ein strukturiertes sozialpsychologisch-pädagogisches Förderprogramm an: Dieses soll sie zum Lernen und zur richtigen Vorbereitung auf die Schule und das Leben motivieren. Sie müssen auch nach ihrem Schulabschluss aktiv unterstützt werden, weshalb sie Berufsberatung, Ausbildungskurse und Hilfe bei der Arbeitssuche erhalten, um eines Tages ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Diejenigen, die ihre Ausbildung fortsetzen möchten, werden unterstützt und motiviert, Kurse am Gymnasium im Abend- oder Fernstudium zu besuchen.

Unsere großzügigen Sponsoren und Spender helfen Kindern, die in ihrem Leben bisher nur wenig Glück hatten. Ohne diese wunderbaren Menschen wäre die Durchführung aller JOYO-Projekte und –Programme unmöglich.