C. ist 13 Jahre alt und hat sieben Geschwister. Er wohnt zusammen mit seiner ganzen Familie in einem Zimmer, das sie bald verlassen müssen: mit der Mutter, seinem Stiefvater, einer kranken Großmutter und all seinen Geschwistern. Dieses armselige Zuhause befindet sich in einem Gebäude ohne Strom-, Abwasser- und Gasanschluss. Meistens fehlt das Geld – also verlässt C. oft die enge Wohnung, um auf den Märkten der Stadt selbst seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn nach diesen Abenteuern sein Drang nach Freiheit nachlässt, kehrt er wieder zu seiner Familie zurück.

Drei seiner Geschwister gehen zur Schule und begleiten ihn beim Programm im Tageszentrum „Casa Florian“. Die Mutter hat unterdessen erneut geheiratet und das achte Kind auf die Welt gebracht. Nun spitzt sich ihre Situation zu: Beim geplanten Abriss des Gebäudes droht die Familie, auf der Straße zu landen. Da der Stiefvater als Einziger etwas Geld nach Hause bringt, kann sich C.s Familie keine geeignete Unterkunft leisten. Außerdem gibt es Probleme beim Bürgeramt: Aufgrund ihrer unklaren Wohnungssituation erhält die Familie keine gültigen Ausweise – somit ist es unmöglich, an eine Sozialwohnung zu kommen.

C. und seine Familie brauchen weitreichende Unterstützung, um sich eine Unterkunft mieten zu können, damit die verarmten Kinder endlich in einem richtigen Zuhause aufwachsen können. Auch ihre Teilnahme am Programm „School is cool (2)“ ist gefährdet: Die Familie will zu allererst eine Wohnung finden – die Bildung der Kinder erscheint ihr daher weniger wichtig. Trotz all dieser Unsicherheiten können sich die Kinder in der „Casa Florian“ richtig zu Hause fühlen – ganz anders als an all den engen, heruntergekommenen Orten, an denen die bisher lebten.