Frau P., Mutter von drei Kindern, schöpfte endlich wieder ein wenig Hoffnung: In der Schule hatte man ihr von der Fundația JOYO und der „Casa Florian“ erzählt. Sie klopfte eines Tages an unsere Tür, denn war auf der Suche nach einem sicheren Anlaufpunkt für ihre Kinder, wo sie sich auch nach dem Unterricht geborgen fühlen können.

Ihr Ehemann ist krankheitsbedingt Frührentner: Herzkrankheiten, Bluthochdruck und eine Persönlichkeitsstörung haben bereits ihre Spuren hinterlassen. Er bringt Angst und Unsicherheit über die Familie – die Mutter und ihre Kinder leben unter ständiger Anspannung. Der Alkoholkonsum und die psychischen Probleme des Vaters führen zu aggressiven Exzessen gegen die Mutter und ihre  Kinder. Sie selbst arbeitet nur zwei Stunden pro Tag; sonst versucht sie, sich um ihre Kinder zu kümmern. Wir haben die zwei jüngsten Kinder in das Projekt „School is cool (1)“ aufgenommen. Statt sich am Nachmittag um die Kinder kümmern zu müssen, bleibt ihr nun etwas mehr Zeit, einer Arbeit nachzugehen – so kann sie ihrer Familie wenigstens das Nötigste bieten.

Die Geschwister leiden unter den heftigen Streitigkeiten ihrer Eltern: Oft sind sie traurig und niedergeschlagen, sie reagieren unkontrolliert und impulsiv und neigen zu Depressionen. In der „Casa Florian“ haben sie dennoch eine Oase gefunden, einen Ort der  Ruhe, des Mitgefühls und der Zuneigung. In einem sicheren Lernumfeld bekommen sie Hilfe für die Schule – dort erzielen sie bereits erste gute Ergebnisse.