A. und I. sind Brüder und beide 16 Jahre alt. Ihre Eltern schieden sich, der Vater starb wenig später.

Nach seinem Tod wohnten sie zunächst weiter in der gemeinsamen Familienwohnung. Ihre Mutter häufte jedoch immer weitere Schulden (zur Erfüllung eigener Freuden) an, die sie eines Tages nicht mehr begleichen konnte, und schon bald hatte die Familie kein Dach mehr über ihrem Kopf.

Die Jungen lebten mit ihrer Mutter an den verschiedenen Orten unter schwersten Bedingungen, von Freunden und anderen Menschen nur geduldet. Eines Tages war gar kein Geld mehr da – weder für die Miete noch für andere Ausgaben. Erdrückt von der materiellen Not brachen beide Kinder die Schule ab.

Zwei Jahre später fanden A. und I. mit Hilfe der Fundația JOYO ihren Weg zurück in die Schule und konnten dort ihre Ausbildung fortsetzen.

Nun leben sie beide im Zimmer altbekannter Familienfreunde. Dafür helfen die beiden Jungen in der kleinen Firma der Familie aus, indem sie ein Lager beaufsichtigen und leichte Arbeiten verrichten. Die Mutter ist jedoch oft nicht in ihrer Nähe: Sie trifft sich mit Männern, die nach kurzfristigen Begegnungen Ausschau halten.

So verstehen die Jungen allmählich, wie wichtig es ist, die Schule zu besuchen: Dies ist der einzige Weg, um sich in Zukunft selbst helfen zu können.