Eine staubige Straße in einer armseligen Bukarester Gegend: Durch ein halb verfallenes Tor und einen Hof gelangt man zu acht Menschen, die in besonders armen Umständen leben: Die Eltern wohnen mit ihren sechs Kindern in zwei Zimmern und einem zur Küche umfunktionierten Flur. M. ist eines von ihnen. Sein Blick ist finster, denn mit seinen 14 Jahren haben seine Augen schon viel Schlimmes gesehen: Die Straße war sein Zuhause – dort versuchte er der Armut im Elternhaus zu entfliehen.

Bevor er die Schule vor zwei Jahren zum letzten Mal besuchte, hatte er nur vier Klassen abgeschlossen. In seinem Gesicht herrscht Traurigkeit, und nur selten hellt sich sein Blick auf. Die Probleme in seiner Familie machen auch M. zu schaffen. Jeden Tag könnten sie vor die Tür gesetzt werden, denn der Eigentümer beansprucht das Haus für sich … dann hätte die Familie nur noch den Himmel als Dach über dem Kopf.

M.s Aufnahme in das Programm „School is cool (2)“ kurz vor seinem Geburtstag war sein großartigstes Geschenk. Jeder Tag im Tageszentrum „Casa Florian“ bedeutet für ihn eine neue „Portion“ Wissen, Bildung und Freundschaft.